Vertragsmanagement und Best Practices

Die 10 Best Practices für das Vertragsmanagement zur Förderung des Geschäfts

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Jul 23, 202421 MIN READ

In der dynamischen Geschäftswelt von heute ist ein effizientes Vertragsmanagement keine Kann-Entscheidung mehr. Angesichts von immer mehr Verträgen und veränderten Vorschriften suchen Unternehmen nach den besten Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren, Risiken zu minimieren und den Wert ihrer Verträge zu maximieren.

In diesem Artikel werden 10 Best Practices für das Vertragsmanagement im Jahr 2025 vorgestellt, mit denen Unternehmen die Effizienz steigern, Risiken bewältigen sowie die Beziehungen zu Lieferanten und Partnern stärken können.

Was ist ein Vertrag?

Ein Vertrag ist eine rechtlich durchsetzbare Vereinbarung zwischen Personen oder Organisationen über den Kauf von Produkten oder Services oder über ein gemeinsames Projekt oder Ziel. Jede Person oder Organisation, die einem Vertrag zustimmt, wird als „Partei“ bezeichnet Der Vertrag kann als eine Vereinbarung oder ein Geschäft betrachtet werden, bei dem sich eine Partei (Anbieter) verpflichtet, der anderen Partei (Kunde) Waren oder Dienstleistungen zu liefern. In einem Vertrag werden die Verpflichtungen, Bedingungen und Konditionen festgehalten, zu deren Einhaltung sich jede Partei verpflichtet hat, um zukünftige Missverständnisse zu vermeiden. Er schützt die Rechte und Bedürfnisse beider Parteien und kann sie dazu bringen, für das, was versprochen wurde, Verantwortung zu übernehmen. Verträge können schriftlich oder mündlich abgeschlossen werden, wobei es schwierig ist, Vereinbarungen in einem mündlichen Vertrag zu beweisen. Verträge können in einem einzigen Dokument, in einer Sammlung von zusammenhängenden Dokumenten oder als separater Abschnitt in einer Bestellung, die ein Kunde bei einem Anbieter aufgegeben hat, definiert werden.

Was ist Vertragsmanagement?

Vertragsmanagement ist eine Reihe von Prozessen und Techniken zur Verwaltung des gesamten Lebenszyklus eines Vertrags. Jede Partei sollte das Vertragsmanagement nutzen. Der Umfang der Aktivitäten bei der Verwaltung verschiedener Verträge kann sehr unterschiedlich sein. Ein Vertrag zum Kauf von Standardprodukten bei einem Anbieter würde, wenn überhaupt, nur ein geringes Maß an kontinuierlicher Einbindung der Vertragsmanagementfunktion auf Kundenseite erfordern. Schließlich wären die Managementmaßnahmen im Rahmen dieser Art von Vertrag nur dann erforderlich, wenn der Anbieter die Produkte nicht rechtzeitig und in der angegebenen Qualität liefern würde. Komplexere Verträge für Produkte, z. B. hochwertige maßgeschneiderte Softwareentwicklungen oder ausgelagerte IT-Services, erfordern wahrscheinlich das gesamte Spektrum der Vertragsmanagementaktivitäten. Der Grund dafür ist, dass der Kunde im Vertrag mit dem Anbieter eher spezifische Bedingungen verlangt, um die Risiken für das Kundengeschäft zu steuern.

Welche Vorteile bietet die Anwendung von Best Practices im Vertragsmanagement?

Die Einhaltung von Best Practices für das Vertragsmanagement ist für Unternehmen von Vorteil:

Verbesserte Produktivität und Effizienz

Die Einhaltung von Best Practices im Vertragsmanagement steigert die Produktivität und Effizienz, indem sie Prozesse optimiert und Risiken reduziert. Ein effektives Vertragsmanagement stellt sicher, dass alle Vereinbarungen systematisch überwacht werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Versehen und Fehlern minimiert und die Einhaltung von Bedingungen und Fristen gewährleistet wird. Dieser systematische Ansatz ermöglicht eine schnellere Entscheidungsfindung und reibungslosere Workflows, da die Stakeholder:innen den Vertragsstatus und die Verpflichtungen klar erkennen können. Standardisierte Vertragsprozesse verringern auch den Zeitaufwand für Verhandlungen und Überarbeitungen, was zu kürzeren Vertragsumlaufzeiten und besseren Beziehungen zu Partnern und Anbietern führt.

Höherer ROI

Die Einhaltung von Best Practices im Vertragsmanagement kann den ROI erhöhen, indem die finanzielle Leistung verbessert und die Kosten gesenkt werden. So wird sichergestellt, dass alle finanziellen Bedingungen klar definiert sind und eingehalten werden, sodass Umsatzeinbußen aufgrund übersehener Klauseln, z. B. automatische Verlängerungen, Vertragsstrafen und Anreize, minimiert werden. Durch die Standardisierung der Vertragsprozesse wird der Verwaltungsaufwand verringert, sodass die Betriebskosten sinken. Ein effizientes Vertragsmanagement verringert auch die rechtlichen Risiken, indem es die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der vertraglichen Verpflichtungen sicherstellt und so Rechtsstreitigkeiten und Strafen vermeidet. Darüber hinaus verbessert die Einhaltung von Best Practices im Vertragsmanagement die Beziehungen zwischen Lieferanten und Anbietern, indem sie für eine transparente und zeitnahe Kommunikation sorgt. Dies kann zu besseren Verhandlungsergebnissen, Rabatten bei Großeinkäufen und vorteilhafteren Konditionen führen, die sich alle positiv auf den ROI auswirken. 

Geringeres Risiko

Durch die Standardisierung des Vertragsprozesses können Unternehmen Einheitlichkeit gewährleisten und Fehler oder Auslassungen vermeiden, die zu Vertragsverletzungen führen. Außerdem können so potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und rechtzeitig behoben werden, bevor sie sich zu ernsteren Problemen auswachsen. Darüber hinaus sorgen gut verwaltete Verträge für eine klare Dokumentation und zugängliche Aufzeichnungen. Dies erhöht die Transparenz und Rechenschaftspflicht und mindert die Risiken im Zusammenhang mit Missverständnissen oder Vertragsstreitigkeiten. Insgesamt schützt die Einhaltung von Best Practices im Vertragsmanagement Unternehmen vor möglichen rechtlichen Verpflichtungen und erhöht die betriebliche Zuverlässigkeit.

10 Best Practices für das Vertragsmanagement im Jahr 2025

Tauchen wir in die 10 Best Practices für das Vertragsmanagement im Jahr 2025 ein, mit denen Sie die Produktivität, den ROI und die Reputation Ihres Unternehmens verbessern werden.

1. Klare Rollen und Zuständigkeiten festlegen

Eine klare Definition der Zuständigkeiten für jeden Aspekt des Vertragslebenszyklus – vom der Ausarbeitung und Verhandlung über die Genehmigung und Ausführung bis hin zur laufenden Verwaltung – sorgt für Verantwortlichkeit und Effizienz. Dadurch werden Überschneidungen und Unklarheiten vermieden, sodass die Teammitglieder ihre Aufgaben kompetenter und zügiger erledigen können. Es erleichtert auch die Kommunikation zwischen den Beteiligten, da die Stakeholder:innen genau wissen, an wen sie sich bei bestimmten Problemen wenden müssen.

2. Vertrags-Repository anlegen

Durch die Einrichtung eines Vertrags-Repositorys werden alle vertragsbezogenen Dokumente und Informationen zentralisiert, sodass ein einfacher Zugriff, eine einfache Organisation und ein einfaches Wiederauffinden gewährleistet sind. Ein gut gepflegtes Repository reduziert den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Suche nach bestimmten Verträgen oder Details und steigert so die Gesamteffizienz. Es ermöglicht die systematische Speicherung und Kategorisierung von Verträgen nach Art, Datum, Status oder anderen relevanten Kriterien für schnelle Überwachung und Recherche. Außerdem hilft es bei der Einhaltung von Vorschriften und bei Prüfungsverfahren, indem es eine umfassende und zugängliche Aufzeichnung aller Vertragsverpflichtungen und -änderungen enthält. Dies trägt zu einem besseren Risikomanagement bei, da es einen Überblick über die Meilensteine, Verlängerungsdaten und Schlüsselklauseln von Verträgen bietet und so verpasste Fristen und unbeabsichtigte Verstöße verhindert.

3. Optimierte Zusammenarbeit und Kommunikation anstreben

Eine optimierte Zusammenarbeit und Kommunikation erhöht die Effektivität von Vertragsverhandlungen und -abschlüssen erheblich. Diese Praxis beinhaltet die Förderung eines kollaborativen Umfelds, in dem alle Stakeholder:innen, einschließlich der Rechts-, Finanz- und Betriebsteams, ermutigt werden, Informationen offen zu teilen und sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Partei die Bedingungen und Erwartungen kennt, was zu einer fundierten Entscheidungsfindung und weniger Missverständnissen führt. Durch die Schaffung strukturierter Feedback- und Dialogkanäle können Unternehmen Probleme schnell angehen, sich auf Änderungen einstellen und notwendige Vertragsanpassungen vornehmen. Die dynamische Kommunikation beschleunigt nicht nur den Lebenszyklus von Verträgen, sondern stärkt auch die Beziehungen zwischen den Parteien und sorgt für reibungslosere Transaktionen und eine bessere Einhaltung der Vorschriften.

4. Kontinuierlich den Fortschritt messen und Daten auswerten

Die kontinuierliche Messung des Vertragsfortschritts und die Auswertung der Daten fördern die kontinuierliche Verbesserung und wirken sich positiv auf die Entscheidungsfindung aus. Durch die systematische Verfolgung von Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs) und Kennzahlen im Zusammenhang mit der Vertragsleistung können Unternehmen wertvolle Einblicke in Erfüllungsquoten, Vertragslaufzeiten und finanzielle Ergebnisse gewinnen. Dieser datengestützte Ansatz ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Trends, Risiken und Chancen und macht so den Weg frei für proaktives Management anstelle von reaktiven Maßnahmen. Fortschrittliche Analyse- und Berichtstools helfen den Teams, verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen, die als Grundlage für Strategien zur Neuverhandlung von Bedingungen, zur Optimierung von Prozessen und zur Risikominderung dienen. Darüber hinaus wird durch regelmäßige Überprüfungen und Audits auf der Grundlage dieser Daten sichergestellt, dass die Verträge mit den Unternehmenszielen und den Marktbedingungen übereinstimmen.

5. Standardisierte Vorlagen nutzen 

Standardisierte Vorlagen vereinfachen den Entwurfsprozess und vereinheitlichen die Vertragsdokumente. Diese Einheitlichkeit kann dazu beitragen, Fehler und Versäumnisse zu vermeiden, die auftreten können, wenn Verträge jedes Mal von Grund auf neu aufgesetzt werden. Diese Vorlagen helfen auch bei der Einhaltung von rechtlichen und behördlichen Anforderungen, indem sie wesentliche Bedingungen festschreiben, die einheitlich angewendet werden müssen. Außerdem erleichtern sie die Überprüfungs- und Genehmigungsverfahren, da die Stakeholder:innen mit dem Format und den wichtigsten Bestandteilen der Verträge vertraut sind. 

6. Sicherstellen, dass Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen vorhanden sind

Wirksame Sicherheitsprotokolle wie die Verschlüsselung digitaler Verträge, Zugangsbeschränkungen und regelmäßige Sicherheitsprüfungen sind entscheidend für die Verhinderung von unbefugtem Zugriff und Datenverletzungen. Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre stellen sicher, dass persönliche und vertrauliche Informationen gemäß den gesetzlichen Standards wie der DSGVO oder HIPAA behandelt werden. Die Umsetzung dieser Sicherheits- und Datenschutz-Frameworks schützt die Integrität und Vertraulichkeit vertraglicher Daten und schafft Vertrauen bei Stakeholder:innen und Kundschaft, indem sie ihr Engagement für den Schutz ihrer Informationen unter Beweis stellt. Außerdem wird das Risiko rechtlicher Konsequenzen und finanzieller Verluste im Zusammenhang mit Datenschutzverletzungen und der Nichteinhaltung von Vorschriften gemindert.

7. KI nutzen

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Vertragsmanagement verbessert die Effizienz, die Genauigkeit und die strategischen Erkenntnisse. KI-Tools können Routineaufgaben automatisieren, wie z. B. das Extrahieren wichtiger Bedingungen und Klauseln, die Überwachung der Einhaltung von Vorschriften und die Vorhersage potenzieller Vertragsrisiken durch die Analyse historischer Daten. Dadurch können sich die Rechts- und Verwaltungsteams auf komplexere Verhandlungen und strategische Entscheidungen konzentrieren. KI-gestützte Analysen können auch tiefe Einblicke in die Vertragsleistung gewähren sowie Trends und Ineffizienzen aufzeigen, die bei einer manuellen Analyse möglicherweise nicht ersichtlich sind. Mithilfe dieser Funktionen können Unternehmen ihre Verträge proaktiv verwalten und die Konditionen bei Vertragsverlängerungen optimieren. 

8. Elektronische Unterschriften verwenden

Elektronische Unterschriften sind eine sichere und rechtlich anerkannte Möglichkeit, die Vertragsabwicklung ohne physische Dokumente zu beschleunigen. Das kann insbesondere in einem global verteilten Geschäftsumfeld von Vorteil sein. Diese Technologie sorgt dafür, dass Verträge sofort und an jedem beliebigen Ort unterzeichnet werden können. Dadurch entfallen die mit dem herkömmlichen Postversand oder persönlichen Treffen verbundenen Verzögerungen. Die Technologie der elektronischen Unterschrift verfügt häufig auch über integrierte Funktionen wie Zeitstempel und IP-Verfolgung, die eine zusätzliche Sicherheitsebene und Nachprüfbarkeit bieten sowie einen transparenten und überprüfbaren Unterzeichnungsprozess ermöglichen.

9. Routineaufgaben automatisieren

Automatisierungswerkzeuge können repetitive Aufgaben wie die vorlagenbasierte Erstellung von Vertragsentwürfen, das Versenden von Erinnerungen für Vertragsverlängerungen oder -abläufe und die Überwachung der Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen übernehmen. Dadurch wird der Zeitaufwand für die manuelle Dateneingabe und die administrative Überwachung erheblich reduziert und der Vertragslebenszyklus beschleunigt. Es führt auch zu kürzeren Durchlaufzeiten bei Vertragsgenehmigungen und -verlängerungen und stellt sicher, dass der Geschäftsbetrieb nicht durch Vertragsverfahren verzögert wird. Darüber hinaus unterstützt die Automatisierung eine solidere Risikomanagementstrategie durch die einheitliche Anwendung von Regeln und Standards auf alle Verträge.

10. Verhandlungsprozesse optimieren

Durch die Einführung klarer Verfahren für Verhandlungen, einschließlich vordefinierter Verhandlungsbedingungen, Entscheidungshierarchien und effektiver Kommunikationskanäle, können Unternehmen die Dauer und Komplexität von Vertragsverhandlungen reduzieren. Tools wie zentralisierte Datenbanken für die Vertragshistorie und Klauselbibliotheken ermöglichen einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen und frühere Vertragsbedingungen, die als Orientierungshilfe bei Verhandlungen dienen können. Dies beschleunigt den Prozess und sorgt für Einheitlichkeit und die Einhaltung von Unternehmensstandards. Teams können auch Plattformen für die Zusammenarbeit einsetzen, die eine Bearbeitung und Rückmeldung in Echtzeit ermöglichen. So können sie die Transparenz verbessern und müssen nicht mehr so oft hin- und herkommunizieren. Straffe Verhandlungen führen zu einer schnelleren Einigung über die Bedingungen, minimieren Verzögerungen und fördern bessere Beziehungen zwischen den Parteien.

Welche Arten von Verträgen werden in der IT-Branche typischerweise verwendet?

In der IT-Branche gibt es 6 Hauptvertragsarten:

Verkaufsvertrag (Sales contract)

Ein Verkaufsvertrag ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer, in der die Bedingungen für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen festgelegt sind. Er enthält die Beschreibung der verkauften Waren oder Dienstleistungen, den Preis, die Zahlungsbedingungen, die Lieferfristen und die Garantien. Kaufverträge enthalten in der Regel auch Klauseln über die Beilegung von Streitigkeiten, Kündigungsbedingungen und Haftungsbeschränkungen. Eine klare Definition der Rechte und Pflichten beider Parteien trägt dazu bei, Risiken zu mindern, Missverständnissen vorzubeugen und sicherzustellen, dass sich beide Parteien über ihre Verantwortlichkeiten einig und im Klaren sind. Dies bietet auch Rechtsschutz und Regressmöglichkeiten für den Fall, dass eine der beiden Parteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Einkaufsvertrag (Purchasing contract)

Einkaufsverträge sind Vereinbarungen zwischen Käufer und Anbieter, in denen die Bedingungen für den Kauf von Waren oder Dienstleistungen festgelegt sind. Sie beschreiben die Qualität, Menge und Spezifikationen der zu beschaffenden Artikel, die Preisgestaltung und die Zahlungsbedingungen, die Liefertermine und alle relevanten Gewährleistungen oder Garantien. Oftmals enthalten sie auch Klauseln über Vertraulichkeit, Streitbeilegung, Kündigungsbedingungen und die Einhaltung einschlägiger Vorschriften. Einkaufsverträge tragen dazu bei, dass der Käufer die vereinbarten Waren oder Dienstleistungen pünktlich und zum vereinbarten Preis erhält, während dem Anbieter die Zahlung und klare Lieferbedingungen zugesichert werden. Sie verringern das Risiko von Streitigkeiten und erhöhen die Effizienz der Lieferkette.

Partnerschaftsvereinbarung

Partnerschaftsvereinbarungen sind Rechtsdokumente, die die Bedingungen für eine Geschäftsbeziehung zwischen zwei oder mehreren Parteien festlegen, die bei einem Projekt zusammenarbeiten möchten. Sie umreißen den Zweck der Partnerschaft, die Beiträge der einzelnen Partner, die Verteilung von Gewinnen und Verlusten und die Entscheidungsprozesse. Sie regeln auch Fragen wie die Dauer der Partnerschaft, Verfahren für die Aufnahme neuer Partner, Streitbeilegungsmechanismen und die Umstände, unter denen die Partnerschaft aufgelöst werden kann. Durch die klare Festlegung der Rollen, Zuständigkeiten und Erwartungen aller Beteiligten tragen Partnerschaftsvereinbarungen dazu bei, Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden, eine gerechte Behandlung zu gewährleisten und die Interessen jedes Partners zu schützen.

Kooperationsvereinbarung

Kooperationsvereinbarungen sind Verträge zwischen zwei oder mehreren Parteien, die sich darauf einigen, gemeinsam an einem bestimmten Projekt oder einer Initiative zu arbeiten, und die ihre gegenseitigen Ziele, Verantwortlichkeiten und Beiträge festlegen. Darin werden der Umfang der Zusammenarbeit, die Rollen und Aufgaben der einzelnen Parteien, die bereitzustellenden Ressourcen und Finanzmittel sowie die Zeitpläne und Meilensteine für das Projekt festgelegt. Sie behandeln auch Rechte an geistigem Eigentum, Vertraulichkeit, Streitbeilegung und Kündigungsbedingungen. Durch eine klare Definition dieser Begriffe tragen Kooperationsvereinbarungen dazu bei, dass alle Parteien sich über ihre Verpflichtungen und die Projektziele einig und im Klaren sind. Sie bieten auch ein rechtliches Framework, das die Interessen beider Parteien schützt, eine kooperative Arbeitsbeziehung fördert und die Wahrscheinlichkeit des Projekterfolgs erhöht.

Untervertrag

Unterverträge sind Vereinbarungen zwischen einem Haupt- und einem Nebenauftragnehmer (Subunternehmer) über die Ausführung eines bestimmten Teils der Arbeiten oder die Erbringung bestimmter Services im Rahmen eines größeren Projekts. Darin werden die Aufgaben, Zuständigkeiten, Fristen und Ergebnisse, die der Subunternehmer einzuhalten hat, sowie die Zahlungsbedingungen, Qualitätsstandards und Compliance-Anforderungen festgelegt. Unterverträge enthalten auch Klauseln über Vertraulichkeit, Haftung, Streitbeilegung und Kündigungsbedingungen. Sie tragen dazu bei, dass der Subunternehmer seine Rolle und Verpflichtungen kennt, was zur Einhaltung des gesamten Projektzeitplans und der Qualität beiträgt, Zudem bieten sie beiden Parteien rechtlichen Schutz, indem sie die Beziehung formalisieren und Regressmöglichkeiten bieten, falls der Subunternehmer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Service-Rahmenvertrag

Service-Rahmenverträge (Master Services Agreements, MSA) sind Verträge, die die Bedingungen für die Beziehung zwischen zwei Parteien für die Erbringung von Services über einen bestimmten Zeitraum hinweg festlegen. In einem MSA werden Zahlungsbedingungen, Vertraulichkeitsverpflichtungen, Rechte an geistigem Eigentum, Streitbeilegungsmechanismen und Kündigungsbedingungen festgelegt. Er bildet das Framework für individuelle Arbeitsaufträge oder Leistungsbeschreibungen (Statements of Work, SOW), in denen die zu erbringenden Services oder Projekte im Einzelnen aufgeführt sind. MSA ermöglichen Unternehmen, den Vertragsprozess für künftige Projekte zu beschleunigen, da sie nur die spezifischen Bedingungen jedes neuen SOW aushandeln müssen, anstatt den gesamten Vertrag neu zu verhandeln. Sie verringern den Verwaltungsaufwand, verbessern die Kohärenz der Leistungserbringung und fördern eine stabile und berechenbare Geschäftsbeziehung.

Was sind Vertragsmanagementaktivitäten?

Das Vertragsmanagement besteht aus vielen beweglichen Teilen und entscheidenden Schritten, darunter:

Festlegung des Inhalts eines Vertrags

Durch die Definition des Vertragsinhalts wird sichergestellt, dass alle erforderlichen Elemente und Bedingungen ausdrücklich aufgeführt werden und somit eine klare und durchsetzbare Vereinbarung geschaffen wird. Dazu gehören die Festlegung des Arbeitsumfangs, der zu erbringenden Leistungen, des Zeitplans und der Leistungsstandards sowie der Zahlungsbedingungen, einschließlich der Preisgestaltung, Rechnungsstellung und Zahlungspläne. Außerdem werden die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Parteien, Vertraulichkeitsverpflichtungen, Streitbeilegungsmechanismen, Kündigungsbedingungen und etwaige Compliance-Anforderungen dargelegt. Klare, gut strukturierte Verträge bilden eine solide Grundlage für die Geschäftsbeziehung und stellen sicher, dass sich alle Parteien über ihre Verpflichtungen und die festgelegten Erwartungen einig und im Klaren sind.

Aushandeln der Vertragsbedingungen

Das Aushandeln der Vertragsbedingungen erfordert ausführliche Gespräche und Verhandlungen zwischen den Parteien, damit eine für beide Seiten akzeptable Vereinbarung erzielt wird. Es ist ein Prozess, der ein gründliches Verständnis der Ziele, Einschränkungen und Prioritäten jeder Partei erfordert, sodass der endgültige Vertrag eine ausgewogene Verteilung der Risiken, Vorteile und Verantwortlichkeiten widerspiegelt. Die Verhandlungen umfassen verschiedene Aspekte wie Preisgestaltung, Lieferfristen, Qualitätsstandards, Zahlungsbedingungen und Haftungsklauseln sowie Streitbeilegungsmechanismen und Kündigungsbedingungen. Erfahrene Verhandlungsführer streben ein Ergebnis an, bei dem alle Beteiligten gewinnen, und pflegen eine positive Beziehung, die zu langfristigen Partnerschaften führen kann. 

Einigung auf einen Vertrag zwischen den Parteien

Die Vereinbarung eines Vertrags zwischen den Parteien formalisiert das gegenseitige Verständnis und die bei den Verhandlungen eingegangenen Verpflichtungen. Sie beinhaltet die endgültige Festlegung und Dokumentation der vereinbarten Bedingungen und stellt sicher, dass alle Aspekte wie Arbeitsumfang, Zahlungspläne, Lieferfristen und Leistungsstandards klar formuliert sind. In diesem Schritt überprüfen beide Parteien den Vertrag, um sich zu vergewissern, dass er ihre Absichten und Vereinbarungen korrekt wiedergibt, und nehmen vor der Unterzeichnung die erforderlichen Anpassungen vor. Ein abgeschlossener Vertrag dient während der gesamten Laufzeit der Vereinbarung als Bezugspunkt, der die Ausführung und Verwaltung des Vertragsverhältnisses leitet und dazu beiträgt, dass beide Parteien ihre Verpflichtungen erfüllen und ihre Ziele erreichen.

Mitteilung des Vertragsinhalts

Durch die Mitteilung des Vertragsinhalts wird sichergestellt, dass alle Stakeholder:innen über die Bedingungen, Verpflichtungen und Erwartungen, die in der Vereinbarung festgelegt sind, umfassend informiert sind. Bei dieser Vertragsmanagementaktivität wird der fertige Vertrag an alle Beteiligten übermittelt, z. B. an Projektmanager, Rechtsteams, Finanzabteilungen und alle anderen Personen, die für die Umsetzung oder Überwachung von Vertragsaspekten verantwortlich sind. Zu einer effektiven Kommunikation gehört auch, dass die wichtigsten Bestimmungen, Fristen und Compliance-Anforderungen hervorgehoben werden, damit jede Partei ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten genau kennt. Dies kann Schulungen, ausführliche Briefings oder die Erstellung von Zusammenfassungen zum leichteren Nachschlagen umfassen. Durch eine klare Kommunikation des Vertragsinhalts fördern Organisationen die Abstimmung und Koordination zwischen den Teams, verhindern Missverständnisse und fördern die Verantwortlichkeit.

Sicherstellung der Erfüllung der Vertragsbedingungen

Um die Erfüllung der Vertragsbedingungen zu gewährleisten, muss die Einhaltung der vereinbarten Bestimmungen während des gesamten Lebenszyklus des Vertrags überwacht und durchgesetzt werden. Dieser Schritt umfasst regelmäßige Überprüfungen und Audits, sodass beide Parteien ihren Verpflichtungen nachkommen, z. B. Fristen einhalten, Services oder Produkte wie angegeben liefern und Zahlungen gemäß dem Zeitplan leisten. Dazu gehört auch die Verfolgung von Leistungskennzahlen und KPIs mit dem Ziel, Abweichungen oder potenzielle Verstöße zu ermitteln. Die aktive Compliance-Überwachung hilft Unternehmen, Risiken zu mindern, Streitigkeiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Vertrag den beabsichtigten Nutzen erbringt. 

Ergreifen von Abhilfemaßnahmen, wenn die Vertragsbedingungen nicht erfüllt werden

Das Ergreifen von Abhilfemaßnahmen bei Nichterfüllung der Vertragsbedingungen gewährleistet die Integrität und Durchsetzbarkeit der Vereinbarung. Dieses Vertragsmanagement beginnt mit der Identifizierung und Dokumentation von Verstößen oder Abweichungen von den vertraglichen Vereinbarungen, gefolgt von der unverzüglichen Benachrichtigung der verantwortlichen Partei über das Problem. Zu den Abhilfemaßnahmen kann die Aushandlung von Korrekturmaßnahmen gehören, wie z. B. die Anpassung von Zeitplänen, die Änderung von Vertragsbedingungen oder die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen. Bei schwerwiegenden Verstößen können Rechtsmittel wie die Berufung auf Streitbeilegungsklauseln, die Geltendmachung von Schadenersatz oder die Kündigung des Vertrags erforderlich sein. Wirksame Abhilfemaßnahmen erfordern eine klare Kommunikation, ein gründliches Verständnis des Vertrags und einen strategischen Problemlösungsansatz bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Geschäftsbeziehung. 

Management von Vertragsänderungen

Beim Management von Vertragsänderungen geht es darum, den Änderungsbedarf zu ermitteln, z. B. Anpassungen des Umfangs, der Fristen, der Preise oder der Leistungen, und die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Gesamtvereinbarung zu bewerten. Ein wirksames Change Management erfordert eine klare Kommunikation zwischen allen Parteien, die Einholung der erforderlichen Genehmigungen und die Aktualisierung des Vertrags, sodass Änderungen berücksichtigt werden. Dazu gehören auch die Überarbeitung aller zugehörigen Dokumente und die Unterrichtung aller Stakeholder:innen. Durch ein sorgfältiges Management von Vertragsänderungen können sich Unternehmen auf veränderte Umstände einstellen, unvorhergesehene Probleme angehen und dafür sorgen, dass der Vertrag weiterhin praktikabel und auf die Unternehmensziele abgestimmt ist. 

Beendigung eines Vertrags

Der Prozess der Vertragsbeendigung kann aus verschiedenen Gründen eingeleitet werden, z. B. bei Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen, im gegenseitigen Einvernehmen, bei Vertragsbruch oder bei Änderungen der geschäftlichen Umstände. Der Vertrag muss gründlich überprüft werden, damit die Kündigungsklauseln eingehalten werden, z. B. die Einhaltung der erforderlichen Kündigungsfrist und aller festgelegten Verfahren. Dazu gehört auch eine klare Kommunikation mit der anderen Partei, um die Gründe für die Beendigung des Vertragsverhältnisses darzulegen und alle ausstehenden Verpflichtungen oder Fragen zu klären. Ein sorgfältiger Umgang mit Vertragskündigungen hilft Unternehmen, rechtliche Risiken zu minimieren, professionelle Beziehungen zu erhalten und einen reibungslosen Übergang aus der vertraglichen Vereinbarung zu gewährleisten, während die Interessen aller beteiligten Parteien und der Ruf des Unternehmens gewahrt bleiben.

Warum ist das Vertragsmanagement für Ihr Unternehmen wichtig?

Das Vertragsmanagement ist für Ihr Unternehmen wichtig, weil es die Interessen des Unternehmens wahrt und erfolgreiche Partnerschaften fördert. Es ist auch entscheidend für:

  • Risikominderung: Ein ordnungsgemäßes Vertragsmanagement hilft, Risiken zu erkennen und zu mindern, indem es sicherstellt, dass alle Bedingungen und Konditionen klar und durchsetzbar sind.

  • Einhaltung der Vorschriften: Stellt sicher, dass alle vertraglichen Verpflichtungen und gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

  • Kosteneffizienz: Optimierung der Prozesse und Verringerung des Verwaltungsaufwands durch Automatisierung von Routineaufgaben und Verwendung standardisierter Vorlagen.

  • Beziehungsmanagement: Fördert starke und transparente Beziehungen zu Partnern, Anbietern und Kundschaft.

  • Leistungsüberwachung: Erleichtert die kontinuierliche Überwachung der Vertragsleistung anhand von Schlüsselkennzahlen und ermöglicht rechtzeitige Interventionen und Anpassungen.

  • Strategische Entscheidungsfindung: Liefert wertvolle Daten und Erkenntnisse für strategische Entscheidungen und hilft Unternehmen, bessere Konditionen auszuhandeln und fundierte Entscheidungen zu treffen.

  • Beilegung von Streitigkeiten: Festlegung klarer Verfahren für die Behandlung von Streitigkeiten und die Ergreifung von Abhilfemaßnahmen, die zu einer effizienten Konfliktlösung und zur Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität beitragen.

Techniken des Vertragsmanagements

Unternehmen können vielerlei Vertragsmanagementtechniken anwenden, z. B.:

Wie sollte das Vertragsmanagement die Einhaltung von Vorschriften berücksichtigen?

Das Vertragsmanagement sollte sich mit der Einhaltung von Vorschriften befassen, indem es sicherstellt, dass alle vertraglichen Verpflichtungen und rechtlichen Anforderungen klar definiert und während des gesamten Vertragslebenszyklus überwacht und durchgesetzt werden. Dazu gehören auch die Aufnahme von Compliance-Klauseln in den Vertrag, in denen die einzuhaltenden Normen und Vorschriften aufgeführt sind, sowie die Festlegung von Verfahren für regelmäßige Compliance-Audits und -Überprüfungen. Eine wirksame Kommunikation und Schulung aller Stakeholder:innen in Bezug auf die Vorschrifteneinhaltung ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung für eine dauerhafte Compliance. Durch proaktives Compliance-Management können Unternehmen rechtliche Risiken mindern, Strafen vermeiden und sicherstellen, dass alle Beteiligten ihrer Verantwortung gerecht werden.

Vertragsmanagement in der IT

Das Vertragsmanagement im IT-Bereich sorgt dafür, dass Technologieprojekte termingerecht und im Rahmen des Budgets durchgeführt werden und die festgelegten Anforderungen erfüllen. Dazu gehört die sorgfältige Ausarbeitung und Überprüfung von Verträgen mit detaillierten Spezifikationen für Softwareentwicklung, Hardwarebeschaffung, Service Level Agreements (SLAs) und geistige Eigentumsrechte. Ein effektives IT-Vertragsmanagement erfordert eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung der Leistung von Lieferanten, die Erfüllung von Fristen und die Einhaltung von Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen. Der Einsatz einer auf die IT zugeschnittenen Vertragsmanagementsoftware kann diese Prozesse durch die Automatisierung von Workflows, die Nachverfolgung wichtiger Meilensteine und die Bereitstellung von Echtzeittransparenz über den Vertragsstatus optimieren. Durch die Implementierung solider Vertragsmanagementpraktiken können IT-Teams Risiken minimieren, die Ressourcenzuweisung optimieren und erfolgreiche Projektergebnisse erzielen.

Verkaufsverträge für Standard-Verbrauchsgüter

Verkaufsverträge für Standard-Verbrauchsgüter sind unerlässlich für Unternehmen, die vorverpackte, gebrauchsfertige Produkte wie Lebensmittel, Reinigungsmittel oder Büromaterialien verkaufen. Sie enthalten in der Regel die Einkaufsbedingungen, einschließlich Preisgestaltung, Zahlungsfristen, Lieferfristen, Mengenangaben und Klauseln in Bezug auf Produktqualität, Rücksendungen und Garantien, damit die Verbrauchsgüter den Standards und Erwartungen auf Käuferseite entsprechen. Die effektive Verwaltung dieser Verträge erfordert regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen, um den aktuellen Marktbedingungen und Geschäftsanforderungen Rechnung zu tragen, sowie die Überwachung der Anbieterleistung, um gleichbleibende Qualität und rechtzeitige Lieferungen zu gewährleisten. Durch gut organisierte und transparente Verkaufsverträge für Standard-Verbrauchsgüter können Unternehmen zuverlässige Lieferketten sicherstellen, das Bestandsmanagement optimieren und die betriebliche Effizienz steigern.

Verkaufsverträge für Standard-Software

Verkaufsverträge für Standard-Software werden für Transaktionen mit vorgefertigten Softwarelösungen verwendet, die ohne Anpassungen verkauft werden. Sie legen die Bedingungen für den Softwarekauf fest, einschließlich der Lizenzvereinbarungen, Zahlungsbedingungen, Liefermethoden und Nutzungsrechte. Die wichtigsten Bestimmungen betreffen häufig Software-Updates, technischen Support und Haftungsbeschränkungen, um sowohl den Lieferanten als auch den Käufer zu schützen. Bei der Verwaltung dieser Verträge geht es darum, die Einhaltung der Lizenzbedingungen sicherzustellen, die Verlängerungsfristen zu überwachen und alle Probleme im Zusammenhang mit der Softwareleistung oder dem Support zu lösen. Die effiziente Verwaltung von Verkaufsverträgen für Standard-Software hilft Unternehmen, ihre Softwareinvestitionen zu maximieren, die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen und positive Beziehungen zu Softwareanbietern zu pflegen.

Maßgeschneiderte Softwareentwicklungsverträge

Maßgeschneiderte Softwareentwicklungsverträge werden für Projekte verwendet, bei denen es um maßgeschneiderte Software geht, die auf die spezifischen Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist. Sie enthalten umfassende Bestimmungen und Bedingungen, einschließlich detaillierter Projektspezifikationen, Entwicklungszeitpläne, Zahlungspläne und Meilensteine. Zu ihren wichtigsten Bestandteilen gehören häufig Rechte an geistigem Eigentum, Vertraulichkeitsvereinbarungen und Bestimmungen über die laufende Wartung und Unterstützung. Ein effektives Management von Verträgen zur Entwicklung maßgeschneiderter Software erfordert eine kontinuierliche Überwachung des Projektfortschritts, die Einhaltung vereinbarter Meilensteine und eine regelmäßige Kommunikation zwischen dem Entwicklungsteam und dem Kunden. Durch eine sorgfältige Verwaltung maßgeschneiderter Softwareentwicklungsverträge können Unternehmen für erfolgreiche Projektergebnisse sorgen, klare Kundenbeziehungen pflegen und ihre Interessen schützen.

Servicebasierte Verträge

Serviceverträge sind entscheidend für Vereinbarungen, bei denen eine Partei einen Service für eine andere Partei erbringt, z. B. Beratung, Wartung oder Fachdienstleistungen. Sie legen den Leistungsumfang, die Leistungsstandards, die Zahlungsbedingungen, die Fristen und die Verantwortlichkeiten beider Parteien klar fest. Häufig enthalten sie auch Vertraulichkeitsklauseln, Mechanismen zur Beilegung von Streitigkeiten und Bedingungen für Änderungen oder die Beendigung der Vereinbarung. Zu einer effektiven Verwaltung von Serviceverträgen gehört die regelmäßige Überwachung der Leistungserbringung, der Einhaltung der vereinbarten Leistungskennzahlen sowie der rechtzeitigen Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung. Die sorgfältige Verwaltung von Serviceverträgen ermöglicht es Unternehmen, eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung sicherzustellen, enge Kundenbeziehungen zu pflegen und sich vor potenziellen Streitigkeiten oder Problemen mit der Nichteinhaltung von Vorschriften zu schützen.

Welche Herausforderungen bringt das Vertragsmanagement mit sich?

Zu einem effektiven Vertragsmanagement gehört es, sich mit den potenziellen Herausforderungen vertraut zu machen. Herausforderungen:

  • Verständliche Verträge erstellen: Damit Verträge klar und einfach gestaltet sind, muss ein Gleichgewicht zwischen rechtlicher Präzision und Lesbarkeit gefunden werden. Fehlinterpretationen oder Unklarheiten können entstehen, wenn Verträge zu komplex oder nicht detailliert genug sind.

  • Unterschiedlicher Ansätze für das Vertragsmanagement verfolgen: Die Anpassung der Vertragsmanagementpraktiken an verschiedene Vertragsarten und Branchen erfordert flexible Strategien und eine umfassende Schulung der Mitarbeitenden, damit Einheitlichkeit und Effizienz in verschiedenen Szenarien gewährleistet werden können.

  • Überprüfung der Vertragsbedingungen: Die regelmäßige Überprüfung von Verträgen, um sicherzustellen, dass sie neuen Rechtsnormen und Geschäftsanforderungen entsprechen, ist eine ressourcenintensive Aufgabe. Die Ermittlung und Beseitigung von Unstimmigkeiten oder veralteten Klauseln erfordert eine gründliche Prüfung und ausreichend Zeit.

Wissen, wann der Vertrag anzuwenden ist: Die Bestimmung der geeigneten Umstände für die Anwendung von Vertragsklauseln kann komplex sein. Um Verzögerungen oder Streitigkeiten zu vermeiden, ist es wichtig, dass Auslöser wie Verstöße oder Änderungen des Umfangs erkannt werden und dass alle Stakeholder:innen wissen, wann die Bedingungen anzuwenden sind.

Wie können Sie Ihre Verträge mithilfe von Software verfolgen?

Unternehmen können ihre Vertragsmanagementprozesse durch den Einsatz spezialisierter Softwarelösungen verbessern. Diese Tools bieten Funktionen wie:

  • Zentrales Repository: Die Vertragsmanagementsoftware bietet ein zentrales digitales Repository für die Speicherung von Verträgen, das den Zugriff, die Suche und das Abrufen von Dokumenten bei Bedarf erleichtert.

  • Automatisierte Benachrichtigungen und Erinnerungen: Die Software kann automatisch Benachrichtigungen zu wichtigen Terminen wie Verlängerungen, Abläufen und Fristen senden, um das Verpassen von Meilensteinen zu verhindern.

  • Compliance-Überwachung: Fortschrittliche Vertragsmanagement-Tools können die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen und gesetzlicher Vorschriften überwachen und Abweichungen oder potenzielle Probleme aufzeigen.

  • Effiziente Zusammenarbeit: Diese Plattformen erleichtern die nahtlose Zusammenarbeit unter Stakeholder:innen, indem sie es mehreren Benutzer:innen ermöglichen, Verträge in Echtzeit zu prüfen, zu kommentieren und zu bearbeiten und so dafür zu sorgen, dass alle Änderungen dokumentiert werden.

  • Leistungsanalytik: Diese Software bietet detaillierte Analyse- und Berichtsfunktionen, mit denen Unternehmen die Vertragsleistung überwachen, Trends erkennen und datengestützte Entscheidungen treffen können.

  • Versionskontrolle: Die Software speichert eine Historie aller Vertragsversionen und -änderungen, sodass stets die neuesten und genauesten Dokumente verwendet werden und ein Prüfpfad zur Verfügung steht.

  • Risikomanagement: Diese Plattformen automatisieren die Verfolgung von Vertragsbedingungen, um Risiken im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung von Vorschriften, verpassten Fristen und unvorteilhaften Bedingungen zu erkennen und zu mindern.

  • Integration in andere Systeme: Vertragsmanagement-Tools lassen sich in andere Geschäftssysteme wie CRM-, ERP- und Finanzsoftware integrieren. So wird sichergestellt, dass die Vertragsdaten im gesamten Unternehmen synchronisiert werden.

Optimieren Sie Ihr Vertragsmanagement mit Freshservice!

Freshservice, ein umfassendes IT-Service-Management-Tool, verfügt über robuste Vertragsmanagementfunktionen, die das Erstellen, Verfolgen und Verwalten von Verträgen optimieren. Mit Freshservice können Unternehmen alle vertragsbezogenen Informationen in einem einzigen, leicht zugänglichen Repository zentralisieren. Somit entfällt die Notwendigkeit für unterschiedliche Systeme oder manuelle Nachverfolgung. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Stakeholder:innen in Echtzeit auf die neuesten Vertragsdaten zugreifen können, was die Zusammenarbeit verbessert und das Risiko von Fehlern oder Auslassungen verringert.

Freshservice verfügt auch über ein automatisiertes Warn- und Benachrichtigungssystem, das rechtzeitig Erinnerungen an wichtige Termine wie Vertragsverlängerungen, Auslaufen von Verträgen und Zahlungsfristen sendet und Unternehmen hilft, kostspielige Versäumnisse zu vermeiden. Darüber hinaus bieten die fortschrittlichen Analyse- und Berichtstools von Freshservice wertvolle Einblicke in die Vertragsleistung, die Einhaltung von Vorschriften und die finanziellen Auswirkungen, was fundiertere Entscheidungen ermöglicht. Durch die Nutzung der Vertragsmanagementfunktionen von Freshservice können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Vertragsmanagementprozesse effizient und auf ihre strategischen Ziele abgestimmt sind. Dies führt letztendlich zu besseren Geschäftsergebnissen und stärkeren Beziehungen zu Partnern und Lieferanten.

FAQ

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Wie kann die Automatisierung das Vertragsmanagement verbessern?

Die Automatisierung kann das Vertragsmanagement verbessern, indem sie Routineaufgaben optimiert, menschliche Fehler reduziert und die rechtzeitige Einhaltung von Vertragsbedingungen durch automatische Warn- und Erinnerungsmeldungen sicherstellt.

Welche Rolle spielen Datenanalysen im Vertragsmanagement?

Datenanalysen bieten Einblicke in die Vertragsleistung, zeigen Trends auf und weisen auf potenzielle Risiken hin. So können Unternehmen datengestützte Entscheidungen treffen und ihre Vertragsstrategien optimieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Wie werden Risiken durch ein effektives Vertragsmanagement gemindert?

Ein wirksames Vertragsmanagement mindert Risiken, indem es die Einhaltung rechtlicher und vertraglicher Verpflichtungen sicherstellt, potenzielle Probleme durch regelmäßige Überwachung frühzeitig erkennt sowie klare Dokumente und Verfahren bereitstellt, um etwaige Probleme umgehend zu lösen.

Was sind die Schlüsselelemente einer erfolgreichen Vertragsmanagementstrategie?

Zu den Schlüsselelementen einer erfolgreichen Vertragsmanagementstrategie gehören eine klare und detaillierte Vertragsdokumentation, die regelmäßige Compliance-Überwachung, automatische Warnmeldungen bei wichtigen Terminen, eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit unter Stakeholder:innen sowie eine solide Datenanalyse.

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